Woche für Europa am Bunsen-Gymnasium

Unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Kultus, Jugend und Sport, Frau Dr. Susanne Eisenmann, fand rund um die Herbstferien am Bunsen-Gymnasium eine Woche zum Thema „Europa“ statt. Um die Schülerinnen und Schüler für die Thematik zu sensibilisieren, machten drei Projekttage den Auftakt. Während die Jüngeren Klassenprojekte durchführten, in denen sie sich beispielsweise mit europäischen Tänzen und Flaggen beschäftigten oder die Form europäischer Länder auf Stoff übertrugen und daraus Kissen nähten, beschäftigten sich die älteren Schüler mit den politischen Aspekten oder historischen Fragestellungen zu Europa. Insgesamt standen 44 Projekte zur Wahl. So vielfältig war auch das weitere Programm der Aktionswoche, die am Dienstag, dem 07.11., mit einem Impulsvortrag der Ministerin Eisenmann selbst eingeleitet wurde. Eisenmann appellierte an die Schüler, Visionen für Europa zu entwickeln und eine kritische Auseinandersetzung mit schwierigen Themen nicht zu scheuen. Es lohne sich, so die Ministerin, für die europäischen Werte zu kämpfen und diese zu verteidigen. „Lassen wir uns Europa nicht kaputtreden. Geht auf die Leute in anderen Ländern zu“, so ihr Fazit.
Als Schule für Europa fühlt sich das Bunsen-Gymnasium dem europäischen Gedanken verpflichtet und pflegt dabei, unterstützt durch den bilingual-französischen Zug, besonders die Nähe zu Frankreich. Zwei Veranstaltungen der Woche hatten deswegen auch einen direkten Bezug zu unseren europäischen Nachbarn. So konnte am Mittwoch der Generalkonsul der Republik Frankreich, Nicolas Eybalin, als Gastredner gewonnen werden, der mit den Schülerinnen und Schülern über die deutsch-französischen Beziehungen und Europa diskutierte. Geleitet wurde die Diskussion vom Debating-Club der Universität Heidelberg. Am Donnerstag fand dann in der Aula der Neuen Universität unter Zusammenarbeit mit dem Romanischen Seminar die Abschlussveranstaltung eines Denkwerk-Projekts unter dem Motto „Hélas cette terrible guerre n’aura donc point de fin“ statt. Schülerinnen und Schüler des Bunsen-Gymnasiums hatten sich dabei über den Zeitraum eines Jahres mit Feldpost aus dem Ersten Weltkrieg befasst und präsentierten dort ihre Ergebnisse.


Unterstützt wurde die Woche für Europa vom Verein „Heidelberger Europagespräche e. V.“. Zwei deren Mitglieder, die ehemalige Europaabgeordnete Diemut Theato und der Europarechtler Prof. Dr. Peter-Christian Müller-Graff, diskutierten am Freitag im Bunsen-Forum mit Oberstufenschülern über die Frage „Quo vadis, Europa?“. Den Abschluss und Höhepunkt der Woche bildete schließlich die Schlussveranstaltung im Gemeindesaal der Johannesgemeinde in Neuenheim. „Mund auf, Europa!“ – unter diesem Motto forderten die Schülerinnen und Schüler ein Eintreten für ein offenes und vielseitiges Europa. In Klang und Bild wurden die Ergebnisse der Woche präsentiert. Der Neigungskurs Politik sowie die Projektgruppe „Literatur und Theater“ äußerten sich dabei mit kritischer Stimme zur Flüchtlingskrise und regten an, einen Blick hinter die „aufgesetzte Fassade“ Europas zu werfen. In Tanz, Lyrik und der Musik des „BunSEL-Chores“ wurde die Vielfalt Europas gefeiert.
In diversen Abschlussgesprächen mit den Jugendlichen wurde geäußert, was über diese Tage hinaus hängen bleibt: Europa ist keine Selbstverständlichkeit und wir profitieren in vielen Bereichen von Europa, von denen wir bis jetzt nichts wussten. Das Bunsen-Gymnasium jedenfalls erlebte eine erhellende Woche und ein tolles „Fest für Europa“.

Christine Lemke

Schule

Bunsen-Gymnasium
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