Seminarkurs

Der Seminarkurs ergänzt das traditionelle Unterrichtsangebot in der Kursstufe, indem er das interdisziplinäre und wissenschaftspropädeutische Arbeiten an einem Schwerpunkthema in den Mittelpunkt stellt. Er umfasst zwei Kurshalbjahre. Während des Seminarkurses arbeiten die Schülerinnen und Schüler einzeln, in Gruppen und im gesamten Team, setzen in ihrer Facharbeit individuelle Schwerpunkte und bereiten sich auf diese Weise auf die komplexen Herausforderungen in Studium und Beruf vor. Die Schulung folgender Kompetenzen steht daher im Vordergrund:

  • selbstgesteuertes Lernen und Arbeiten, Zeitmanagement, Reflexion von Arbeitsprozessen
  • Recherchieren (Bibliotheken, Internet …) und Bibliographieren von Informationen 
  • Auswerten von Zeitungen, Filmen, wissenschaftlicher Literatur etc.
  • Strukturieren, Aufbereiten und Beurteilen von Informationen (Mindmapping, Clustering, Erstellung von Exzerpten …) 
  • Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit (Aufbau, Formatierung, Sprache und Stil …)
  • Präsentationstechniken mit verschiedenen Medien
  • Freies Sprechen vor und in der Gruppe, Rhetorik
  • Arbeiten im Team, Teamfähigkeit
  • Kontakt zu Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft, gesellschaftlichen Organisationen etc. (themenabhängig)

Ziel des Seminarkurses ist die Erstellung einer Facharbeit zu einer individuell gewählten Fragestellung innerhalb des Rahmenthemas sowie ein Kolloquium mit Präsentation und Diskussion der Arbeit. In die Bewertung fließen sowohl die mündliche Leistung wie auch die Facharbeit und die Präsentation mit dem Kolloquium ein. Dabei kann der Seminarkurs als besondere Lernleistung die mündliche Präsentationsprüfung im Abitur ersetzen. 

 

Am Bunsen-Gymnasium werden in der Jahrgangsstufe 1 regelmäßig Seminarkurse angeboten, im Schuljahr 2017/2018  zu den Themen „Reformation“ und „Krieg und Frieden“

„Reformation“

(Hr. Schwitzer, Hr. Schmolz) 

„Krieg und Frieden“

Als vorbereitende Lektüre in den Sommerferien und inhaltlicher Einstieg dient das Buch „Krieg und Frieden in der Neuzeit – Vom Westfälischen Frieden bis zum Zweiten Weltkrieg“ (WBG 2003) des Heidelberger Professors Edgar Wolfrum. Davon ausgehend erarbeiten die Schülerinnen und Schüler einen historischen Überblick über das Thema sowie allgemeine Definitionen von Krieg und Frieden. Anhand unterschiedlicher Methoden, Fallbeispiele und Besuchen außerschulischer Institutionen finden die Schülerinnen und Schüler schließlich ihre individuellen Arbeitsthemen. Diese können z.B. sein: Kriegstheorien, Konfliktanalyse in einzelnen Ländern, Kriegsursachen (Religionen, Rohstoffe, Rüstung etc.), persönliche und gesellschaftliche Folgen von Krieg (Flucht und Migration, physische und psychische Krankheiten), Rüstungskontrolle, Kindersoldaten, Kriegsspielzeug, Friedensbildung und – erhaltung, Rolle der sozialen Medien etc. Einerseits soll die Vielfalt des Themas deutlich werden, andererseits eine vertiefte Beschäftigung mit einem einzelnen Aspekt ermöglicht werden.   

(Fr. Falkner, Fr. Gierok)

 

Hier berichten die Schülerinnen und Schüler des Seminarkurses „Krieg und Frieden“ von ihren Exkursionen zu bzw. Kontakten mit außerschulischen Institutionen / Personen: