RNZ-Bericht vom 16.11.2017

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Schüler setzten ein Zeichen für Europa

Im Rahmen der „Woche für Europa“ beleuchtete das Bunsen-Gymnasium die Thematik aus vielen Perspektiven – Alle machten mit

Von Lena Scheuermann

„Mund auf, Europa!“ – das forderten die Schüler des Bunsen-Gymnasiums am Freitagabend bei der großen Abschlussveranstaltung ihrer Projektwoche. Dabei drehte sich nämlich alles um den Themenkomplex „Europa“: Was macht Europa eigentlich aus? Welche Werte vertritt Europa? Und inwiefern ist Europa wichtig für uns? 

Die Gedanken, Interpretationen, Wünsche, aber auch Kritikpunkte, die sich im Laufe der Woche herauskristallisiert hatten, stellten die Schüler am Freitag vor und machten dabei deutlich, dass sie für ein offenes und vor allem vielseitiges Europa eintreten wollen. „Die Idee hinter dem Projekt war, dass wir als Partnerschule für Europa etwas für Europa tun, um es zu stärken und auch bei unseren Schülern das Verständnis dafür zu schaffen, was Europa eigentlich ausmacht“, erklärt Christine Lemke, Abteilungsleiterin der Fachbereiche Deutsch, Musik und Geisteswissenschaften. An insgesamt drei Projekttagen bekamen die Schüler die Möglichkeit, sich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Dabei spiegelte sich die Vielfalt der europäischen Staatengemeinschaft, die von den Schülern bei der Abschlussveranstaltung besonders betont wurde, auch in den unterschiedlichen Projekten wider: Das Thema wurde in allen Fächern – sei es Politik, Musik, Kunst oder Biologie – aufgegriffen und ganz unterschiedlich bearbeitet. Während beispielsweise die jüngeren Schüler „Kuschelländer“, selbst genähte Kissen in Form der europäischen Staaten, produzierten, beschäftigten sich die Älteren mit den politischen Aspekten oder der historischen Annäherung an den Themenkomplex Europa. Dabei kamen auch einige kritische Stimmen auf. So thematisierte der Neigungskurs Politik bei seiner Präsentation etwa die Flüchtlingskrise, bei der von der europäischen Solidarität nur wenig zu spüren sei. Aber natürlich durften auch die spaßigen und kreativen Elemente, wie etwa ein Vortrag humorvoller Gedichte über Europareisende, ein Kurzfilm mit Schüler- und Lehrerstimmen zum Thema oder die musikalische Interpretation durch den „Bunsel-Chor“ nicht zu kurz kommen. 

„Für uns war die Woche sehr aufregend! Ich fand es schön, dass die ganze Schule mitgezogen hat, auch die Kleinsten aus der fünften Klasse“, meint etwa Celine Lott aus der Jahrgangsstufe II über die Projektwoche. Den Lehrern war zudem besonders wichtig, dass bei den Schülern das Bewusstsein geschaffen werden sollte, was Europa bedeutet. „Mittlerweile ist Europa zur Selbstverständlichkeit für die jungen Leute geworden“, meint Lemke. Für viele Schüler war Europa bisher kaum relevant, dabei müsse man sich erst einmal bewusst machen, dass diese Staatengemeinschaft mehr ermögliche als nur passfreies Reisen. 

Um dieses Bewusstsein zu stärken, wurden im Rahmen der Woche neben den schulischen Projekten auch Vorträge und Debatten angeboten, etwa ein Impulsvortrag von Kultusministerin Susanne Eisenmann, die die Schirmherrschaft übernommen hatte. Diese Mischung kam auch gut bei den Schülern an. So berichtet etwa Miranda Groß aus der Jahrgangsstufe I: „Die Projektwoche hat mir großen Spaß gemacht. Man hat Europa besser kennengelernt – und etwa durch den Film noch andere Seiten Europas gezeigt bekommen, die man bisher nicht in den Medien gesehen hat. Das Projekt hat gezeigt, dass es auch gerade jetzt in Zeiten der Krise noch Leute gibt, die an Europa glauben.“

Schule

Bunsen-Gymnasium
Humboldtstraße 23
69120 Heidelberg
Tel.: +49(0)6221 64340
Fax: +49(0)6221 419421

 

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