Der Schulsanitätsdienst wird bei Unfällen oder Verletzungen von Schülern, Lehrern oder anderen Mitarbeitern der Schule gerufen. Die Alarmierung erfolgt durch das Sekretariat über die Diensthandys der Sanitäter. Seit 2014 auch über die ausgehängten Notfallpläne.


Jeden Tag haben zwei bis drei Schulsanitäter Dienst. Diese werden bei Bedarf aus dem Unterricht gerufen und begeben sich mit der eigens hierfür beschafften Notfallausrüstung zu den verletzten bzw. erkrankten Personen. Dort leistet der Schulsanitätsdienst bis zum Eintreffen des Rettungdienstes Erste Hilfe. Somit wird die Zeit ohne jegliche Hilfe vom Unfallzeitpunkt bis Eintreffen des Rettungsdienstes möglichst kurz gehalten. Der Schulsanitätsdienst am Bunsen-Gymnasium verfügt über einen Sanitätsraum, der u.a. mit einem Materialschrank, einer Liege, einer Trage und vielem mehr eingerichtet ist.
Der Schulsanitätsdienst kooperiert mit dem DRK Kreisverband Rhein-Neckar/Heidelberg e.V.. Ungefähr einmal im Jahr findet für die neuen Schulsanitäter ein Erste Hilfe – Kurs statt. Dieser bildet die Basisausbildung für jeden Schulsanitäter. Für Schulsanitäter, die schon länger dabei sind und sich darüber hinaus engagieren möchten, besteht die Möglichkeit eine Sanitätsdienstausbildung beim DRK zu besuchen.

Diese Ausbildung bildet in den Bereitschaften des DRK die Grundlage für alle Helfer. Dort lernen die Sanitäter Maßnahmen, die über das Gelernte eines Erste Hilfe – Kurses hinausgehen. Im Unterschied zu einem 16 Stunden dauernden Erste Hilfe-Kurs geht dieser Lehrgang mindestens 48 Stunden und es schließt sich eine dreiteilige Prüfung – sowohl theoretisch als auch praktisch – an.

Anfang 2010 wurden die ersten Schulsanitäter auf diesen Lehrgang geschickt.
Im Moment zählt der Schulsanitätsdienst 16 aktive Mitglieder von denen zehn die Sanitätsausbildung abgeschlossen haben.

Wie alle Schulsanitätsdienste hat auch der Schulsanitätsdienst am Bunsen-Gymnasium klein angefangen. Im Jahre 2007 wurde er von fünf Schülern gegründet und verfügte zu Beginn nur über eine kleine Erste Hilfe-Tasche. Über die Jahre konnte dann immer mehr – unter anderem auch erweitertes - Material beschafft werden. Heute verfügt der Schulsanitätsdienst über zwei Notfallrucksäcke, dessen Inhalte über den eines normalen Verbandskastens weit hinausgehen und eine Sauerstofftasche.

Neben der täglichen Bereitschaft im Bedarfsfalle Hilfe zu leisten ist der Schulsanitätsdienst auch an Schulveranstaltungen wie dem Bunsen-Cup -großes Fußballturnier aller Heidelberger Gymnasien-, dem Bunsen-Ball und dem Sportfest am Ende des Schuljahres mit einer Gruppe vertreten. Außerdem auch bei Stadtschulmeisterschaften, dem Sportabitur und Großübungen der Heidelberger Feuerwehren.

Im Unterschied zu den meisten anderen Arbeitsgemeinschaften verwaltet und leitet sich der Schulsanitätsdienst komplett selber. Lediglich bei anstehenden Materialbeschaffungen und einigen anderen kleineren Dingen wird Rücksprache mit Schulleitung und dem Betreuungslehrer für den Schulsanitätsdienst – Herrn Reske – gehalten. Sonst arbeiten die Schüler komplett eigenständig.

Der Schulsanitätsdienst trifft sich wöchentlich donnerstags nach der 6. Stunde. Diese Treffen beinhalten Fortbildungen, Fallbeispiele (als Übung) und Organisationen für anstehende Sanitätsdienste und Dienstpläne für das jeweilige Schulhalbjahr. Die fachliche Fortbildung übernimmt Nima Darabi der über einen Ausbilderschein verfügt und aktiv beim Deutschen Roten Kreuz ist.

Mitmachen kann jeder Schüler ab Klasse 7.

2014 nahm der Schulsanitätsdienst am Bunsen-Gymnasium zum sechsten Mal am gemeinsamen Erste Hilfe – Turnier des Jugendrotkreuzes, der Jugendorganisation des DRK, teil. Es galt sich in Fallbeispielen, theoretischen Aufgaben und vielem mehr gegen andere Schulsanitätsdienst- und Jugendrotkreuzgruppen zu behaupten. Der Schulsanitätsdienst wurde zum dritten mal in Folge zu den besten Schulsanitätern gewertet.

2014 nahmen die Schulsanitäter des Bunsen-Gymnasiums zum ersten mal am Landeswettbewerb für wirklich fortgeschrittene Schulsanitätsdienste teil und belegten den ersten Platz.