"Das Schönste im Leben war die Gymnasiastenzeit"

„Das Schönste im Leben war die Gymnasiastenzeit“ 

Eine Herrenrunde erzählt sich bei einer Feuerzangenbowle Geschichten aus der Schulzeit, woraufhin der erfolgreiche Schriftsteller Dr. J. Pfeiffer offenbart nie auf einem Gymnasium gewesen zu sein. Dies verleitet die Herren auf die Idee Pfeiffer solle diese schönste Zeit im Leben nachholen. Zurück auf der „Penne“ ersinnt er mit seinen Schulkameraden Streiche und verärgert nicht nur einmal die Professoren Crey, Bömmel sowie den Direktor Knauer. Doch bald entwickelt Pfeiffer – mit drei f!- auch ernstere Absichten gegenüber der schönen Musikreferendarin Eva Knauer, in die er sich verliebt. Dies führt zu einigen Verwirrungen, was auch seine Verlobte Marion zu spüren bekommt. 

Die Mittelstufen-AG des Bunsengymnasiums zeigte an drei Abenden in Folge ihre eigene Interpretation des Theaterstücks „Die Feuerzangenbowle“ von Wilfried Schröder, das auf dem gleichnamigen Roman aus dem Jahr 1933 von Heinrich Spoerl beruht. 

Die 16 Schülerinnen und Schüler der AG schlüpfen gekonnt in Schüler- und Lehrerrollen. Die Schüler werden sehr authentisch dargestellt, was sicherlich auch daran liegt, dass die Schüler viel aus ihrer eigenen Lebenswelt einbringen konnten. Sehr amüsant und stark gespielt wurden die verschiedenen Lehrertypen. Wenn auch typisch für eine Komödie klischeehaft angelegt, stechen die individuellen Typen mit all ihren Ticks und Macken sehr stark heraus. Iman Reutner spielt den Professor Crey mit hoher Stimme und dem charakteristischen „Setzen Sie sich.“ Valentin Leclerc mit seinen bunten Socken ist der grobe Bömmel, der die Dampfmaschine erklärt: „En Dampfmaschin‘, dat is ene jroße schwarze Raum, der hat hinten und vorne e Loch.“ Am herrlichsten sind die Eskalationen von Direktor Knauer, sehr gut verkörpert von Meliksah Yildiz. 

Die Inszenierung wird geschickt durch den Einsatz von verschiedenen, teils wiederkehrenden, Musikstücken untermalt. Das Leitmotiv für die Liebe zwischen Pfeiffer und der Musikreferendarin ist die Loreley, welches immer wieder kommt. Auch das Bühnenbild ist geschickt gelöst. Mehrere Handlungsorte sind parallel dargestellt und die Schauspieler wechseln so schnell und ohne viel Umbau zwischen den verschiedenen Orten. 

Der abschließende große Applaus für diese sehr amüsante Unterhaltung ist für die jungen Schauspieler und die Leiterin Vera Schneider mehr als berechtigt. Ein Klassiker, der zeitlos ist und Publikum und Schauspieler gleichermaßen begeistert. 

Yeryeong Eo  

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