"Die Sittlichkeit ist in Gefahr"

„Die Sittlichkeit ist in Gefahr“

 

Spaß, junge Liebe, Streiche und die Probleme und Sorgen der Jugend. Die Schulzeit, so sagen viele, sei die schönste Zeit des Lebens.

Genau in diese wundervolle Zeit versetzte das Mittelstufentheater des Bunsengymnasiums unter der Leitung von Vera Schneider mit ihrer Inszenierung des Klassikers „Die Feuerzangenbowle“ ihre Zuschauer und schickte sie auf eine Reise zurück in die 1930er Jahre. 

Schon durch das Eintreten in den Theaterraum der Schule fühlte man sich direkt in den Charme dieser Zeit und des Stückes hineinversetzt, denn die Schauspieler standen bereits in ihren zeitgemäßen Kostümen bereit und hielten den Zuschauern die Tür auf. Auf der Bühne erweckte das Standbild einer Herrengesellschaft das Interesse und zog die Zuschauer augenblicklich in den Bann des Bühnengeschehens. Spätestens durch die Vokabelabfrage alter Begriffe war man direkt ein Teil des Geschehens und fühlte sich direkt selber in die Schule zurück versetzt. 

Die Herrengesellschaft bemerkt in einer gemütlichen Runde und mit teils zu viel Feuerzangenbowle, dass einer von ihnen, Schriftsteller Dr. J. Pfeiffer (Matteo Gresset-Bourgeois), das besondere Vergnügen der Gymnasiastenzeit nie erleben durfte. Kurzerhand wird beschlossen, dass dies unmöglich ist und Pfeiffer geht weg von seiner herrischen Verlobten Marion und seinem zuhause in Berlin auf in die „Penne“ nach Alt-Handschuhsheim, wo er fortan verkleidet die Oberprima besucht. Es dauert nicht lange bis er die Streiche und Abenteuer der Schüler nachholt, was, gepaart mit dem hervorragenden Verkörpern von verschiedenen, individuellen Lehrertypen,  für große Unterhaltung des Publikums sorgt. 

Doch auch an junger Liebe, Spannung und romantischen Momenten fehlt es dieser Inszenierung nicht. So verliebt sich Pfeiffer in die schöne, junge Musikreferendarin Eva (Nathalie Wörner) und seine Verkleidung als Schuljunge, sowie die Beziehung zu seiner Verlobten werden gehörig auf Probe gestellt. Nicht zuletzt das unerwartete Auftreten des Schulrats und weitere Hürden lassen das Publikum mitfiebern. Auch die Probleme des kleinen Schuljungen Luck (Paul Spitz), der auf Grund seiner Größe einige Hänseleien ertragen musste, berühren die Zuschauer sehr.

Eine klare Bühnenstruktur, verschiedene Handlungsorte und Projektionen auf den Bühnenhintergrund sowie das Einsetzen von vielfältiger Musik und authentischen Kostümen, schafften eine meist gelungene Bühnenillusion und ergänzten das schauspielerische Talent perfekt. So bot ein interessanter Mix aus klassischen sowie modernen Musikstücken und Tanz eine wunderbare Brücke zwischen dem Bild der Schulzeit von damals und der Schulzeit von heute. 

Völlig verdient wurden die 16 Schauspieler/innen und Vera Schneider mit tosenden Applaus für diesen unterhaltsamen Abend, für Groß und Klein, belohnt. 

   

Alissa Schröder 

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